Die letzte Woche…

…war ziemlich aufregend!

Mittwoch,  14. Oktober:

Nach der Schule ging es direkt zu Courtney nach Wapakoneta. Nach ein wenig Wii Tennis&Bowling gings erst Eis essen und dann zur Kirche nach Botkins. Hört sich komisch an, war es auch. Warum unbedingt zur Kirche ist ne andere Geschichte.. aber erstmal zur Kirche selbst: Amerikanische Kirchen sehen garnicht auch wie welche. Es sind meist einfach nur riesige Gebäude, oft eckig und ohne Turm oder Glocke. Einfach hässlich und modern. Als wir in den „Jugendabteil“, der „Kirche“ kamen, wurde ich von knalligen Farben und Mustern begrüßt. „JESUS SAVES YOU“ stand in jeder Ecke in Graffittibuchstaben. Nach ein paar Runden Tischkicker und Unterhaltungen mit ein paar wirklich coolen Leuten ging es dann in den großen Saal. Mich traf fast der Schlag, als ich die Bühne sah. Riesen Marshall-Verstärke, teure Gitarren, ein riesiges Schlagzeug mit Mikrofonen und richtig teure Keyboards. Nach ein paar Einleitungsworten des Pastors, der ein enges-langärmiges Laufshirt anhatte, und Muskelbepackt war, mit Sandalen, fing auf einmal die Band an zu spielen und ich war so verblüfft, meine Kinnlade verfehlte nur knapp den Fußboden. Die waren wirklich gut und die Texte über Gott und Jesus gefielen mir auch gut, wirklich. Doch was dann geschah war unheimlich. Die ganzen Jungendlichen und Kinder verstummten nahmen die Hände in die Luft sangen mit, umarmten sich und sagten sich wie gern sie sich hatten .. niemand sagte mehr was, und die waren wie in Trance.. einige hatten sogar Tränen in den Augen. Ich fand das nicht witzig, ich selber war total komisch drauf. Das hat mir alles wirklich Angst gemacht. Und als der Gottesdienst vorbei war, waren alle wieder normal. Die Jungs warfen sich gegenseitig auf den Boden und spielten Football, die Mädels lieferten ihre normalen Diskussionen und ich war mittendrin und hab nichts gepeilt. Danach gings nach Hause und ich bin verwirrt eingeschlafen. Das war dann wohl so ziemlich das spirituellste Erlebnis meines ganzen Lebens.

Donnerstag, 15. Oktober:

PICTURE DAY, schick machen für die Schule um Fotos fürs Jahrbuch zu schießen und das für ultra viel Knete. Aber was tut man nicht alles dafür 🙂 Und nach der Schule: DAD KOMMT 🙂 Nach Fast 3 Monaten hab ich dann auch endlich mal wieder einen Teil meiner Familie gesehen und das hat mich sehr gefreut. Ich hab ihm dann erstmal meine dezeitige Heimat gezeigt und wir sind mit meinem Gastvater und meiner kleinen Gastschwester Essen gegangen und sind dann Recht früh ins Bett gegangen. Dad war müde vom Flug und ich war müde von der Schule, wie immer..

Freitag, 16. Oktober:

DAD IST IMMER NOCH DA 🙂 Nach einem Schultag voller Tests und Hausaufgaben war Bowling angesagt, da ich meinen Score für das Schulteam (ja ich bin zurzeit im Bowlingteam,haha) aufholen musste. Ich hatte eigentlich nicht damit gerechnet das mein paps von seinen Trip nach Fort Wayne, Indiana  schon um halb 4 wieder da ist, aber er war da und hat mit mir zusammen gebowlt. Danach ging es dann weiter, ein paar Einkäufe erledigen und danach waren wir zum Essen bei Vika’s Gastfamilie eingeladen. Mein Dad und meine Gastfamilie sind dort etwas länger geblieben und ich wurde von Rachel abgeholt um zur HAUNTED SCHOOL zu fahren, das ist eine alte Schule, die jedes Jahr im Oktober von der Schulband und den Eltern gruselig gestaltet wird. Es war echt cool gemacht, wenn auch nicht unbedingt wirklich schrecklich. Aber auch nicht unbedingt harmlos! Danach ging es wieder nach Hause und zum Smalltalk mit Paps und Larry.

Samstag, 17. Oktober:

Morgens früh aufgestanden, wollten wir (Paps und ich) los nach Dayton zum shoppen. Durch einen Zwischenfall hat sich das ganze etwas verzögert und ich musste auch noch Koffer für unseren Kurzurlaub nach Tennessee packen. So kam es, dass wir in Dayton nur noch zusammen im Olive Garden (das beste Restaurant, das es gibt) gegessen haben und dann wurde ich auch schon leider von Tessas Gastmutter Pam und Vika für unseren kleinen Urlaub abgeholt. Das hieß, dass ich meinem Dad schon wieder für einen Monat verabschieden musste, ist gar nicht so leicht 😉  Und dann gings los von Ohio, über Kentucky nach Tennessee in die Berge. Wunderschön! Noch nicht ganz am Ziel angekommen mussten wir uns ca. 1 1/2 Stunden vorm Ziel ein Hotel für ne Nacht suchen, weil Pam von 6 Stunden Autofahren echt übermüdet war. Es war aber sehr witzig dort 🙂

Sonntag, 18. Oktober:

Morgens aufgestanden und im Hotel gefrüstückt ging es dann weiter zum Ziel: GATLINBURG. Es ging durch tiefe Wälder mit wunderschönen Herbstfarben durch die Smokey Mountains (so genannt, da immer ein Dunst über ihnen liegt, der aussieht wie Rauch). Tennessee ist somit ganz anders als Flachland OHIO 😛 Aber der Ort war echt niedlich. Mit Fahrgeschäften an allen Seiten und Souveniershops und einem HardRock Cafe, in dem wir am Sonntag Abend auch essen waren 🙂

Montag, 19. Oktober:

Shoppingtag, mit lustigen Fotos in Gatlinburg und den Abend mit einem super essen in einer Bräuerei richtig gut abgerundet. Achso, uns ist ein Reifen geplatzt und wir mussten von einer 4 spurigen Straße auf einen Parkplatz abfahren, das wir auch gerade noch so geschafft haben. Da Vika und ich aber aufs Klo mussten, sind wir zur nächsten Ampel gerannt um über die Straße zu Mc Donalds zu kommen. Es stellte sich aber als sehr kompliziert heraus, über diese verdammte Straße zu kommen. Mit Fußgängerampeln haben die Amerikaner es wohl noch nciht so. Als endlich ALLE Autos standen, war unsere Fußgängerampel immer noch Rot. Wir sind einfach trotzdem gegangen und mitten auf der Straße fingen auf einmal alle Autofahrer an mit dem Gas zu spielen um uns 2 einsame Mädels zu erschrecken, ich hab mir die Seele aus dem Leib gelacht. Das hat den ganzen Tag verschönert.Hach, das war lustig. HAHA

Dienstag, 20. Oktober:

Rundfahrt in Cades Cove, ein Tal am Gebirgsfuß, das seit 1800 nicht mehr verändert wurde. Alte Kirchen und Häuser. Hat uns 5 Stunden gekostet, war aber super schön, da die Landschaft echt der Hammer ist. Abends ging es in Dixies Stampede, einer Show mit Pferden und sowas.. Etwas wie ein Zirkus, bei dem es auch Essen gab. War ein schöner Abend.

One Response to “Die letzte Woche…”

  1. Yvonne sagt:

    Hey… ist ja ziemlich viel passiert in der letzten Woche, bin ein wenig neidisch, dass du deinen Vater sehen konntest. =)
    Wann genau fährst du wieder nach Hause?
    Liebe Grüße, Yvi

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