Die letzte Woche…

Oktober 22nd, 2009

…war ziemlich aufregend!

Mittwoch,  14. Oktober:

Nach der Schule ging es direkt zu Courtney nach Wapakoneta. Nach ein wenig Wii Tennis&Bowling gings erst Eis essen und dann zur Kirche nach Botkins. Hört sich komisch an, war es auch. Warum unbedingt zur Kirche ist ne andere Geschichte.. aber erstmal zur Kirche selbst: Amerikanische Kirchen sehen garnicht auch wie welche. Es sind meist einfach nur riesige Gebäude, oft eckig und ohne Turm oder Glocke. Einfach hässlich und modern. Als wir in den „Jugendabteil“, der „Kirche“ kamen, wurde ich von knalligen Farben und Mustern begrüßt. „JESUS SAVES YOU“ stand in jeder Ecke in Graffittibuchstaben. Nach ein paar Runden Tischkicker und Unterhaltungen mit ein paar wirklich coolen Leuten ging es dann in den großen Saal. Mich traf fast der Schlag, als ich die Bühne sah. Riesen Marshall-Verstärke, teure Gitarren, ein riesiges Schlagzeug mit Mikrofonen und richtig teure Keyboards. Nach ein paar Einleitungsworten des Pastors, der ein enges-langärmiges Laufshirt anhatte, und Muskelbepackt war, mit Sandalen, fing auf einmal die Band an zu spielen und ich war so verblüfft, meine Kinnlade verfehlte nur knapp den Fußboden. Die waren wirklich gut und die Texte über Gott und Jesus gefielen mir auch gut, wirklich. Doch was dann geschah war unheimlich. Die ganzen Jungendlichen und Kinder verstummten nahmen die Hände in die Luft sangen mit, umarmten sich und sagten sich wie gern sie sich hatten .. niemand sagte mehr was, und die waren wie in Trance.. einige hatten sogar Tränen in den Augen. Ich fand das nicht witzig, ich selber war total komisch drauf. Das hat mir alles wirklich Angst gemacht. Und als der Gottesdienst vorbei war, waren alle wieder normal. Die Jungs warfen sich gegenseitig auf den Boden und spielten Football, die Mädels lieferten ihre normalen Diskussionen und ich war mittendrin und hab nichts gepeilt. Danach gings nach Hause und ich bin verwirrt eingeschlafen. Das war dann wohl so ziemlich das spirituellste Erlebnis meines ganzen Lebens.

Donnerstag, 15. Oktober:

PICTURE DAY, schick machen für die Schule um Fotos fürs Jahrbuch zu schießen und das für ultra viel Knete. Aber was tut man nicht alles dafür 🙂 Und nach der Schule: DAD KOMMT 🙂 Nach Fast 3 Monaten hab ich dann auch endlich mal wieder einen Teil meiner Familie gesehen und das hat mich sehr gefreut. Ich hab ihm dann erstmal meine dezeitige Heimat gezeigt und wir sind mit meinem Gastvater und meiner kleinen Gastschwester Essen gegangen und sind dann Recht früh ins Bett gegangen. Dad war müde vom Flug und ich war müde von der Schule, wie immer..

Freitag, 16. Oktober:

DAD IST IMMER NOCH DA 🙂 Nach einem Schultag voller Tests und Hausaufgaben war Bowling angesagt, da ich meinen Score für das Schulteam (ja ich bin zurzeit im Bowlingteam,haha) aufholen musste. Ich hatte eigentlich nicht damit gerechnet das mein paps von seinen Trip nach Fort Wayne, Indiana  schon um halb 4 wieder da ist, aber er war da und hat mit mir zusammen gebowlt. Danach ging es dann weiter, ein paar Einkäufe erledigen und danach waren wir zum Essen bei Vika’s Gastfamilie eingeladen. Mein Dad und meine Gastfamilie sind dort etwas länger geblieben und ich wurde von Rachel abgeholt um zur HAUNTED SCHOOL zu fahren, das ist eine alte Schule, die jedes Jahr im Oktober von der Schulband und den Eltern gruselig gestaltet wird. Es war echt cool gemacht, wenn auch nicht unbedingt wirklich schrecklich. Aber auch nicht unbedingt harmlos! Danach ging es wieder nach Hause und zum Smalltalk mit Paps und Larry.

Samstag, 17. Oktober:

Morgens früh aufgestanden, wollten wir (Paps und ich) los nach Dayton zum shoppen. Durch einen Zwischenfall hat sich das ganze etwas verzögert und ich musste auch noch Koffer für unseren Kurzurlaub nach Tennessee packen. So kam es, dass wir in Dayton nur noch zusammen im Olive Garden (das beste Restaurant, das es gibt) gegessen haben und dann wurde ich auch schon leider von Tessas Gastmutter Pam und Vika für unseren kleinen Urlaub abgeholt. Das hieß, dass ich meinem Dad schon wieder für einen Monat verabschieden musste, ist gar nicht so leicht 😉  Und dann gings los von Ohio, über Kentucky nach Tennessee in die Berge. Wunderschön! Noch nicht ganz am Ziel angekommen mussten wir uns ca. 1 1/2 Stunden vorm Ziel ein Hotel für ne Nacht suchen, weil Pam von 6 Stunden Autofahren echt übermüdet war. Es war aber sehr witzig dort 🙂

Sonntag, 18. Oktober:

Morgens aufgestanden und im Hotel gefrüstückt ging es dann weiter zum Ziel: GATLINBURG. Es ging durch tiefe Wälder mit wunderschönen Herbstfarben durch die Smokey Mountains (so genannt, da immer ein Dunst über ihnen liegt, der aussieht wie Rauch). Tennessee ist somit ganz anders als Flachland OHIO 😛 Aber der Ort war echt niedlich. Mit Fahrgeschäften an allen Seiten und Souveniershops und einem HardRock Cafe, in dem wir am Sonntag Abend auch essen waren 🙂

Montag, 19. Oktober:

Shoppingtag, mit lustigen Fotos in Gatlinburg und den Abend mit einem super essen in einer Bräuerei richtig gut abgerundet. Achso, uns ist ein Reifen geplatzt und wir mussten von einer 4 spurigen Straße auf einen Parkplatz abfahren, das wir auch gerade noch so geschafft haben. Da Vika und ich aber aufs Klo mussten, sind wir zur nächsten Ampel gerannt um über die Straße zu Mc Donalds zu kommen. Es stellte sich aber als sehr kompliziert heraus, über diese verdammte Straße zu kommen. Mit Fußgängerampeln haben die Amerikaner es wohl noch nciht so. Als endlich ALLE Autos standen, war unsere Fußgängerampel immer noch Rot. Wir sind einfach trotzdem gegangen und mitten auf der Straße fingen auf einmal alle Autofahrer an mit dem Gas zu spielen um uns 2 einsame Mädels zu erschrecken, ich hab mir die Seele aus dem Leib gelacht. Das hat den ganzen Tag verschönert.Hach, das war lustig. HAHA

Dienstag, 20. Oktober:

Rundfahrt in Cades Cove, ein Tal am Gebirgsfuß, das seit 1800 nicht mehr verändert wurde. Alte Kirchen und Häuser. Hat uns 5 Stunden gekostet, war aber super schön, da die Landschaft echt der Hammer ist. Abends ging es in Dixies Stampede, einer Show mit Pferden und sowas.. Etwas wie ein Zirkus, bei dem es auch Essen gab. War ein schöner Abend.

Endspurt

Oktober 13th, 2009

Seit gestern (Sonntag) sind nun genau 8 Wochen rum. Unglaublich, die Zeit vergeht so schnell und der Spaß hört trotzdem nicht auf.

Am Freitag ging es nach der Schule direkt zum Bowling, bei dem man es als ungeübte -abundzumal Spielerin- nicht leicht hat. Da Karen und ihr Bruder Kyle schon seid 400 Jahren Bowling spielen und es dementsprechend auch aussieht. Natürlich wurde mir auch Hilfe angeboten, aber nach 4 Sätzen, mit dem Inhalt von: „You have to aim the head pin, then spin and bend your legs. Don’t move your wrist.“, wollte ich dann doch keine Hilfe mehr. Nach einer satten Lektion von einem Gefühl, welches sich versagen nennt, ging es nach Hause und gleich ab in den 16-Mann Bully um nach Fort Wayne, Indiana zu meinem ersten Eishockeyspiel zu fahren. Das Auto war vollgepackt und es wurde ein Zwischenstopp bei HOOTERS (das Restaurant sollte eigentlich jeder kennen, wenn nicht –>GOOGLE) eingelegt. Einige Chili-Cheese-Fritten später ging es dann weiter zum Stadion (viel mehr Kolosseum), welches wirklich RIESIG war. Eins der größten Gebäude, die ich bisher hier gesehen habe. Im Inneren des Ladens angekommen ging es Richtung VIP Bereich, ja ihr habt richtig gelesen, WIE EI PI Bereich! Wir hatten Karten von der Firma meiner Gastmutter geschenkt bekommen, mit eigener Box in perfekter Lage über dem Spielfeld. PERFEKTE SICHT! Warme Sitze, eigene Popcornmaschiene, VIP Toiletten, mit herzzerreißender Aussicht auf Fort Wayne und genial riechender Seife (da wäscht man doch gerne gegen die Schweinegrippe – ääh H1N1- an). Auf jeden Fall gehört Hockey jetzt zusammen mit Baseball zu meinen Lieblingssportarten. Zumal es beim Hockey nach jeder zehnten Minute eine Richtige Schlägerei gibt, so richtig witzig! Ich schau mal ob ich davon noch Videos reinstellen kann. Es war ein gelungener Abend!

Samstag habe ich dann erst mal richtig schön ausgeschlafen und bin dann mit Karen nach New Knoxville gefahren, um uns dort zusammen mit Bridget (Kyle‘s Freundin) ein Feuerwehrfest anzuschauen. Dort mussten verschiedene freiwillige Feuerwehrtruppen gegeneinander Autos auseinander nehmen, wer der schnellste war, gewinnt. Es war lustig mit anzusehen, aber es war SCHWEINEKALT! Ich hab gefroren wie im Schneesturm. Deshalb sind wir auch ganz zügig nach Ende der ersten Runde zurück zu Bridget gefahren, haben ihre Pferde in den Stall gebracht und sind weiter zur Bowlingbahn gefahren. Dort haben wir dann zu sechst gebowlt und haben danach noch bei uns im Keller RENO-911 geguckt, ein amüsanter Film 😉 Dann gings ab ins Bett, schlafen!

Am Sonntag bin ich früher aufgestanden, um in Ruhe mein Zimmer zu putzen und den Keller zu saugen. Danach gings ab ans Klavier und unter die Dusche. Um 1 Uhr war dann Bowlingtraining angesagt, ja Bowlingtraining, das werde ich jetzt jeden Sonntag haben und ich freu mich drauf, da ich am Sonntag wirklich erfolgreich war und eine 112 erreicht habe! Abends waren wir dann bei Kathy und Mark (Vika’s Gasteltern) zum Sister-Cities Abendessen eingeladen. Seniorentreff, mehr muss man da nicht erklären. Es gab Bier (wovon wir nichts abbekamen) und Krustentiere. Mh lecker als Vegetarier. Man konnte die Tiere noch auf dem Teller krabbeln sehen! Aber wem es schmeckt 😉

 

Soviel zu meinem Wochenende. Fotos sind online.

Adíos Amigos

 

Wie das Leben so spielt

Oktober 1st, 2009

Ich kanns kaum fassen, ich bin jetzt schon 1 1/2 Monate hier. Mir kommt es nicht annähernd so vor, muss ich zugeben. Aber ich denke die Zeit geht hier einfach schneller um. Von 8 bis 15 uhr in der Schule sitzen, dann nach Hause. Hausaufgaben und dann was das Herz begehrt bis ca. 8 Uhr. Danach ist man total geschafft, geht also noch an den Rechner oder vor den Fernseher. Und das war der Tag dann auch schon. Die Wochenenden sind auch nicht viel länger, wenn man einiges vor hat.

Seitdem ich hier bin, lerne ich definitiv mehr über mich, über die Menschheit und auch besonders über das Verhalten von Menschen.

Es ist komisch, aber man beschäftigt sich einfach mit sowas, wenn man weit weg von der eigentlichen Realität ist. Aber ich muss sagen, mir gefällts auf einer Seite. Ich kann immer besser sagen, welche Personen mir was bedeuten, wem ich was bedeute und wer verdammt nochmal seine Maske absetzen sollte. Ich meine, hallo? Wir leben im 21. Jahrhundert und wir haben Internet, mit dem man kommunizieren kann. Man kann auch Briefe schreiben, aber das ist für die Masse der Menschen (außer meiner nennenswerten Omi) ja sowieso unmachbar. Aber NEIN, anstelle sich eventuell einmal bei mir zu melden, zu fragen wie es mir geht und/oder gefällt ist ja eindeutig zu viel verlangt. Ich kann nur eins sagen, hört auf Spielchen zu spielen und jedem vor zu gaukeln: „Oh, du bist mir ja so wichtig.“Anscheinend ist das nicht so. BE REAL! Ganz ehrlich. Spielt „Freunden“ keine Sympathie vor, wenn ihr es nicht ernst meint. Alle sagen immer, dass die Amerikaner oberflächlich wären und Sympathie nur vorgaukeln würden. Natürlich gibt es diese Leute, aber die gibts auch genügend bei uns in Deutschland. Menschen sind doof und werden immer ignoranter, das ist mein Statement des heutigen Abends.

Genug von der Trübseligkeit und weiter im Text.

Ich fasse mal die neusten Ereignisse/Erfahrungen/Erlebnisse (wobei man fast alles unter einen Hut kehren kann) zusammen. AN DIE LEUTE, DIE ES INTERESSIERT: Falls ihr detailliertere Informationen zu den Themen haben wollt, könnt ihr mich ruhig fragen, denn hey, ICH ERLEBE DAS ALLES und nicht irgendwer anderes.

Also: 1.) Heute gabs Midterm-Zeugnisse, das heißt nach 4,5 Wochen Schule bekommt man erste Resultate. 2.) Ich bin krank, mit Fieber, Schüttelfrost, Halsweh und Husten. Aber das legt sich bald wieder 🙂 3.) Homecomingball war langweilig und nicht annähernd so, wie man sich das durch die Hirnverbrennenden Medien vorstellt. 4.) Es wird hier schlagartig kälter, das Wetter macht mich verrückt. 5.) Meine Gastfamilie wächst mir jeden Tag mehr ins Herz, ich fühl mich wirklich gut bei denen. 5.) Nach so „langer Zeit“ hier, hab ich schon einen Rhythmus gefunden. Alltagsroutine, wie auch immer. 6.) Ich hab morgens (warum auch immer) das starke Bedürfnis nach meinem Bett in Deutschland. 7.) Die Anzahl der Tests in der Schule erreichen jetzt bald die 55er Grenze, was absolut stinkt. 8.) Ich glaube ich bin Autodidakt. Dazu gleich mehr. 9.) Zum 400sten Mal, ich hab ein lahmes Internet hier, also seid mir nicht böse, wenn ich plötzlich mal offline bin, nicht direkt antworte, nichts schicken kann oder meine Kamera oder mein Mikro beim Skypen nicht ganz mitspielen. 10.) Ich bin im Junior PowderPuff Mädchenfootballteam. Das ist ein Team bestehend aus… JUNIORS, ha wer hätts‘ gedacht, die um den Zeitraum des Homecoming-Footballgames, gegen die Mädchen der Seniors (Klasse 12, Abschlussklasse)Football spielen. Ohne Schone, ohne Tackling, das heißt: FLAG FOOTBALL! Das sagt einigen eventuell was. Wenn nicht, hier eine kurze Kurzerklärung: Jeder Spieler hat einen Gürtel, an dem an den Seiten kleine, lange Fähnchenangebracht sind um. Und anstelle durch Tackling an den Ball zu kommen, muss man dem Gegner, der im Ballbesitz ist, die Flagge klauen. War das verständlich? Ich hoffe mal schon. Wenn nicht gibt es noch so eine Seite die heißt… WIKIPEDIA.DE… Naja, worauf ich hinauswill: Wir haben sogar richtiges Training. Aber leider ist unser Spiel an Homecoming wegen Regen abgesagt worden und für den 27. Oktober angesetzt worden. Wir haben auch schicke T-Shirts mit Nummer und Namen.

Das waren bisher die 10 Dinge, die mir zu dieser späten Stunde einfallen. Es ist schon 20 vor 1, und ich weiß noch nicht ob ich morgen zur Schule gehen werde oder nicht.. deshalb leg ich mich jetzt ne Runde schlafen, das tun die meisten von euch Lesern ja gerade.

Achso, meine Träume und Gedanken werden immer englischer. Die Sprache brennt sich suddenly so in meinen head ein.

Meldet euch mal 🙂 Wie gesagt, ich hab Internet und auch ne Telefonnummer unter der ihr mal anrufen könnt (ACHTUNG: 6 Stunden Zeitverschiebung, ihr seid 6 Stunden vorraus!) Mit der Telefonnummer kostet es euch nur das normale Geld, das ihr auch bezahlt wenn ihr wen in Deutschland auf dem Festnetz anruft. Ich muss nur mehr bezahlen, aber da hab ich auch nicht immer was einzuwenden. Frage zur Nummer einfach stellen oder im Telefonbuch nach meinem Namen unter LENGERICH suchen.

Good bye, see you soon und noch ne gute Nacht.

~Elena~

Gruselgeschichten

September 17th, 2009


Heute ging es nach der Schule erneut nach Fort Wayne zum Baseballspiel der Tincaps. Ich muss sagen, dass ich anfange Baseball zu lieben. Die Stimmung im Stadion ist der Hammer und da wir heute noch mehr Personen waren, als das letzte Mal, war es umso witziger. Larry, Karen (Larrys Freundin), Kaylin, Kaylins Freundin, Karen, Corey (Karens Cousin), Carla, Rachel, Tessa, Vika und ich waren heute dabei. Wir haben tolle Fotos gemacht und uns super unterhalten..
Unteranderem über die Tatsache, dass Ohio ein Staat mit vielen Horrorstorys ist. Das kann man auch daran erkennen, dass es ungemein viele „Haunted Places“ in der Umgebung gibt. Das sind verfluchte Gebäude/Friedhöfe/whatever, die vor allem an Halloween besucht werden und die Leute zu Tode gruseln. Es gibt solche, die extra gebaut wurden, oder solche, die wirklich verflucht sein sollen. Wir werden demnächst eventuell in ein Verfluchtes Gefängnis gehen und ich bin jetzt schon gespannt.
Das jedoch heftigste worüber ich gelesen habe ist dies: http://www.forgottenoh.com/LimaTB/limatb.html , the Lima Tuberculosis Hospital. „Creepy as hell“, wie die Amerikaner sagen. Hier ist es von innen zu sehen: http://www.forgottenoh.com/LimaTB/limatb2.html , wenns euch interessiert. Auch wenn ich nicht unbedingt an Geister glaube, ich würde bei Nacht niemals dort sein wollen. Es gibt Millionen von Geistergeschichten über die Umgebung hier, und sogar Rituale, bei denen die Auslöser wiederholt werden können. Ein Beispiel: Es gibt eine Hauntedbridge in der Nähe, bei der man Babyschreie hören kann, wenn man mit dem Auto ganz langsam in der Nacht drüberfährt. Ebenso soll ein ganz helles Licht erscheinen, und wenn es das Auto „crasht“ wird alles schwarz. Außerdem soll man einen Schlüssel aufs Autodach legen, der verschwindet sobald man die Brücke überquert. Da ich jedoch nicht denke, dass die Story stimmt, werden wir alles bald ausprobieren.  GHOSTBUSTERS!
Es ist komisch, aber ich habe das Gefühl, dass zumindest jeder dritte Mensch hier in der Umgebung auch an diesen Spuk glaubt, aber ich werde euch auf dem Laufenden halten und mich mit den Mädels in das Abenteuer stürzen. Na gut, so spektakulär ist es dann auch nicht. Aber aufregend ist es schon.
 
Mal was ganz anderes: Ich hab mich nun endgültig eingelebt und kann es mir ehrlich gesagt ganz schwer vorstellen, bald schon wieder wegzufliegen. Klingt komisch, ist aber so. Ich habe mich an alles gewöhnt und vor allem meine Gastfamilie wirklich ins Herz geschlossen.
Ich hatte in der Schule zwar ein paar politische Auseinandersetzungen, aber ansonsten ist die Schule schon zur Routine geworden…
Morgen geht es nach Lima zum shoppen, und danach werde ich mit Vika Speech und Algebra lernen.
Mehr gibt’s nicht zu erzählen. Fotos sind online. Wenn ihr Fragen habt, fragt mich und wünscht mir Glück beim Geister jagen.
Liebe Grüße,
 
Elenaaaa

 

 

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Zeitung

September 11th, 2009

http://www.theeveningleader.com/content/view/152585/27/

Das ist der Link zu unserem Zeitungsbericht. Leider ist da nicht alles so ganz richtig.. Ich habe auch noch Spanisch (das fehlt in dem Bericht) und wir haben in Deutschland mehr Gruppenarbeit und nicht hier in Amerika.. Naja, Zeitungen halt..

Was gibts sonst noch neues? .. Eigentlich nicht viel, ich sitze in der Schule und habe in meiner Study Hall nichts zu tun und bin deshalb am PC. Heute Abend gehts zum Footballspiel St. Marys gegen Bath. Gestern bin ich mit einem Fahrrad bis zu Tessa in die Stadt gefahren (ca. 5 km), jedoch hatte das Rad keine Schaltung mehr, das heisst, dass ich die Pedale in einer Sekunde ca. 300 mal treten musste, um vorwaerts zu kommen. Tessa und ich waren dann zusammen im KMart, in dem auch Karen arbeitet und haben ein bisschen eingekauft und danach bei Subway gegessen. Dann bei ihr zuhause Karten gespielt und dann bin ich auch schon wieder zurueck nach Hause.

Heute gabs dann nen fetten Human Behavior Test und einen Franze Vokabeltest. Wenn ich eins hasse, dann die staendigen Tests die wir hier schreiben.. Das ist jetzt meine fuenfte Stunde und ich bin muede und hungrig. Hab noch 1 1/2 Stunden bis zur Lunchpause und 3 1/2 bis Schulende.

Mehr hab ich auch nicht zu erzaehlen,

Bye

Elena

Happy Birthday, Viki.

September 10th, 2009

Viel mehr muss ich dazu ja nicht sagen, Viki wird heute 17! 😀

Aber, alles alles Liebe nochmal 🙂

Ich habe Schüsse gehört.

September 1st, 2009

Ich weiß ja nicht wer von Euch den Flim „Bowling for Columbine“ gesehen haben, aber im Bezug darauf weiß ich seit heute ne ganze Menge mehr.

Für die, die ihn nicht kennen eine Kurzfassung: Es geht um die Waffenvernarrtheit der Amerikaner und die Widersprüche, die sich daraus erheben. Jeder darf Waffen haben und danach beschweren sich alle, dass es hier zu viele Massaker an den Schulen und anderen öffentlichen Gebäuden gibt.

Ich war nämlich heute nach dem Fußballtraining mit Karen beim…. SCHIEßEN! Karens Bruder Kyle war natürlich auch da, denn genau der, hat mich vor einigen Tagen erschreckt, als er mit seiner Schrotflinte in der Tür stand. Ich hab nicht gesehen, dass er sie sauber gemacht hat, also dachte ich mir nur: „Scheiße, was macht er denn da?“ Ich hab mir fast in die Hosen gemacht. Naja, jedenfalls waren beim Schießtraining auch Kinder im Alter von 3 Jahren dabei, mit John Deere Cowboystiefeln in Größe 22 dabei und haben ihren Brüdern/Schwestern und Papas beim Schießen zugeschaut. Niemand wurde gefragt ob er denn einen Waffenschein hätte, das habe ich gemerkt, als ich einfach aufgefordert wurde, mich in die Teilnehmerliste einzutragen. Aber ich bin meiner Meinung treu geblieben und habe nichtmal eine Waffe angefasst. Es ging darum Frisbees abzuschießen (mit Schrotflinten), nach 2 Stunden zuschauen hat Karen mich dann nach Hause gefahren, da ich nicht sehen wollte, wie sie im Wald Vögel versuchen zu erschießen, danach wäre ich wahrscheinlich total verstört gewesen. Karens Bruder Kyle versucht mich dennoch die ganze Zeit zum Schießen zu bewegen, spätestens am Wochenende, weil dann die Jagd beginnt. Eichhörnchen erschießen, gehts noch? Nein, da mache ich nicht mit.

Kyle hat mir auch noch den Waffenschrank im Keller gezeigt. Ein Riesentresor. Und ich kann euch nicht beschreiben, wie entsetzt ich war, als ich die ganzen Waffen gesehen habe, 10 Schrotflinten, 7 Pistolen und Revolver, eine Sniper und eine Uzi, die Karens Opa im Krieg benutzt hat. Ich glaube ich muss hier aufpassen, was ich tue, damit ich ja keine Angst vor den Waffen haben muss. HAHA.

Es hat mich echt geschockt, wie viele Jugendliche und Kinder bei dem Schießtraining waren. Trotz des einen Polizisten, der dabei war um ihnen die Sicherheitsregeln nochmal genau zu erklären. Ich komm darauf nicht klar 😀 In öffentlichen Gebäuden stehen sogar Schilder auf denen durchgestrichene Waffen drauf abgebildet sind. Bowling for Columbine ist übrigens sehenswert.

Ansonsten war mein Wochenende ganz gut, hatten Montag ja keine Schule. Sonntagabend gabs nen Sleepover bei Leah, bei dem ich neue Kartenspiele gelernt habe und wir Edward mit den Scherenhänden auf Englisch gesehen haben (er ist auf Englisch 10000 mal besser als auf Deutsch).

Fußballtraining war anstrengend, aber in Ordnung. Morgen haben wir ein Match gegen Elida.

See you,

Elena

Woche 2

August 30th, 2009

So hier ist es jetzt schon nach 12, das heißt es ist Sonntag und das wiederum heißt, dass ich schon/erst 2 Wochen hier bin.

Wir deutschen Mädels haben festgestellt, dass die Zeit langsamer umgeht, als man glaubt. Ich fühle mich, als wäre ich schon mindestens einen Monat in den Staaten.

Die letzte Woche war anstrengend und wahrscheinlich nur ein Vorgeschmack auf das, was mich noch erwartet. Jeden Tag bis 3 Uhr Schule und von 4 bis 6 Fußballtraining. Um halb 7 zuhause, etwas essen, duschen und Hausaufgaben (falls man sie in der Study Hall nicht mehr schafft) und dann kann ich auch schon sofort erschöpft ins Bett fallen. Es ist aussaugend, als ob man einen Staubsauger an meine Energie halten würde.

Ich kann nur sagen, dass wir froh sein können, auf eine deutsche Schule zu gehen. Ich hab hier in Amerika bis auf die Lunchpause ( in der 7ten Stunde, das ist sogar für mich die letzte Möglichkeit etwas zu essen) keine Pause. 3 Minuten haben wir um von Raum zu Raum zu gelangen. Die Flure sind rappelvoll und der Spint zu klein. Die Lehrer getarnt, aber angenehm freundlich und der Stundenplan super easy. In Französisch 4 (Die höchste Stufe, die es hier zu wählen gibt) ist es immer noch zu leicht. Vika und ich sind mit den Aufgaben in 5 Minuten fertig, während die anderen 20 Minuten brauchen. Human Behaviour macht Spaß (wir spielen Psychospiele) und der Rest ist sehr langweilig.

Unter der Woche selbst ist außer unserem verlorenen Matches nichts passiert, bis auf Freitag: Mein erstes Footballspiel, unsere Schule Memorial High Roughriders Varsity gegen Sidney High Yellow Jackets Varsity. Es ist total langweilig, dieses Football. Das einzige was man dort sieht sind Jungs mit engen, lustigen Hosen, komischen Helmen und aufgeplusterten Schultern, die jede zweite Sekunde auf dem Boden liegen und so dreckig werden, dass ich sie nicht mit einer Pinzette anfassen würde. Das einzig coole am Spiel ist: Die Athmosphäre/Stimmung. Unsere Marching Band ist der Hammer und so viele Leute gucken zu. Die halbe Schule ist bei den Spielen dabei. Genauso cool war unsere Hin- und Rückfahrt.Karen hatte sich von dem Autohandel ihres Vaters einen 15 Mann Bully ausgeborgt und somit sind wir mit 11 Mann nach Sidney gefahren. Mittlerweile kann ich berechtigt sagen: Deutsche KÖNNEN besser Autofahren, als Amis. Zumindest sicherer. Ich hatte eine heiden Panik, aber Spaß wars trotzdem.

Am Samstag ging es dann zum Fußballspiel unserer Varsitymannschaft. Das heißt: Mit einem Haufen Mädels in einem der gelben Schulbusse 2 Stunden nach Columbus fahren. Ich habe die halbe Hinfahrt verpennt. Nach erfolgreichem 1 – 0 Sieg ging es nach gespendetem Subway-Sandwich, der Eltern (die das ganze Sporttreiben ihrer Kinder sehr ernst nehmen und zu jedem Spiel mitfahren) ging es wieder nach Hause, wo wir dann einen DVD Abend mit vielen Leuten gemacht haben. He’s just not that into you (dt. Er steht einfach nicht auf Dich) wurde angeschaut.

So, euch einen schönen Sonntagmorgen und mir eine schöne Nacht.

P.S. Fotos sind online.

Welcome back!

August 26th, 2009

Heute war mein erster Schultag an der Memorial High. Nach der großen Versammlung mit Brass Band und Cheerleadern, ein paar Worten vom Direktor und den Schulbetreuern ging es dann zur ersten Stunde. Meine Lehrer sind alle sehr sympathisch, aber auch streng. Bei allen 9 Fächern haben wir Verhaltensregeln aufgestellt bekommen und bei einigen auch RIESENKLOPPER an Büchern. Zum Glück kann ich die in meinem Spint lassen.. (Der übrigens nun mit einem Fußball versehen ist, auf dem mein Name und meine Nummer 13 vermerkt ist 🙂 )

Ich hab mich dank einer Rundführung von Karen am Vortag und Angie (aus meiner Mannschaft) nicht einmal verlaufen, obwohl das bei dieser Schule eigentlich einprogrammiert ist. 😀 Sie ist im Gegensatz zum GAG riesig 😀

Französisch 4 ist leider viel zu einfach für Vika und mich.. Das ist ungefähr das, was wir in der neun lernen! Ich wüsste nichts, was ich noch über die Schule erzählen könnte..

Oh doch, das Essen ist super 🙂 Für 2,35 $ gibts hier ne Salatbar+ ein Extra (heute: Pizzabrotsticks) und eine Milchpackung 🙂 Super toll.

Heute war auch mein erstes Fußballspiel. Das Team ist unterteilt in JV’s und Varsity. JV’s sind die „neuen“ und Varsity spielen schon lange bei den Roughriders. Die beiden Teams spielen direkt nacheinander gegen die selbe Mannschaft, die ebenfalls in Varsity und JV’s unterteilt ist. Unser Gegner heute: Delphos St. Johns. JV’s haben leider verloren, Varsity gewann 5 zu 0. Man hat als Spielerin die Pflicht, bei jeweils anderem Spiel zuzusehen und es zu analysieren.

Da ich heute wieder Probleme mit meinem Fuß hatte, muss ich morgen in die Krankenstation der RoughRiders und werde von Ange (Medizinische Sportabteilung) untersucht.

Achso, und beim Spiel geht alles professionell zu. Vom Einlaufen aufs Feld, bis zum Singen der Hymne. Sehr motivierend..

So, ansosten weiß ich nichts mehr. Ich bin auch müde. Es ist jetzt schon 23:20 und Schule beginnt um 8.

xoxo

Der Montag

August 25th, 2009

Hallo, hallo. Bei mir ists jetzt 10 vor 10 und ich muss gleich ins Bett, da morgen die Schule anfängt.

Ich bin schon recht aufgeregt, was mich dort alles erwartet. An die, dies interessiert: Meine Fächer sind –> Human Behaviour, Englisch 3, Französisch 4, Spanisch 1, Speech Englisch, Chor, Study Hall (ist eigentlich kein Fach) und dann Soccer, das aber auch kein Fach ist.

Die Schule ist riesig und ich werde mich morgen mindestens 24 Mal verlaufen. Mein Spint hat die Nummer M60 und ja, da ich am Sport teilnehme, wird der von anderen geschmückt, mit unseren Teamfarben GELB und BLAU!

Das Training ist die Härte (Wirklich ein Boot-Camp) und mein Bänderriss macht mir schwer zu schaffen. Morgen habe ich dennoch auch mein erstes Spiel, davor hab ich noch mehr Angst. Alles so neu, nicht? Genauso neu, wie mein Teamshirt ( Pain is tempoary, Girls Soccer 09 Rough Riders), mein Trainingsanzug, mein Trikot mit der Nummer 13 (Auswärts {Blau} und Heim {Gelb}, sowie meine Stutzen in Gelb und meine Hose. Achso, und meine Trainingtasche. Wahnsinn, welchen Wirbel die hier um Teamspirit machen. ZumSchulstart müssen wir morgen sogar unsere Teamshirts anziehen! 

Heute Abend wurden wir alle (das Team) von Coach Dingledang (hihi, der andere heißt Scott Weber) zum Dinner eingeladen. Und mehr gibts erstmal nicht zu sagen. 

Ab morgen kann man leider erstmal nicht mehr miteinander chatten, sykpen, sonstiges, da ich erst gegen 6 zuhause sein werde (außer Sonntags).

xoxo