Ich dachte bisher immer, dass Countrymusik und Trucks nur Klischees für die mittleren Staaten in der USA sind. Jetzt hab ich gelernt, dass es reine Fakten sind. Es stimmt wirklich. Hier in den „kleineren“ Städten (Lienen muss für sie einfach eine Ansiedlung von Häusern sein) läuft Country in allen Einkaufsläden (in St. Marys gibt es 3 Sorten davon: Small, Medium, BIG) und die Autoradios sind auch voll davon. Jedoch hab ich noch nie einen so coolen Rock-Radiosender gehört, wie hier. Von Nickelback über Disturbed, bis hin zu Paramore spielen sie alles, was gut ist.
Trucks und Vans sind hier DIE Autos. Einen normalen Kombi zu sehen ist eher schwer. Mustangs, Chryslers und Ford sind sehr beliebt.
Die Mitarbeiter in den Shops und Malls hier in Amerika sind alle unglaublich nett, auch wenn das vielleicht zur Masche gehört, kann man viel entspannter einkaufen gehen. Man geht in den Laden und gleich wird gefragt: „Hey, how’re you guys doing, today?“. Obwohl das meist gar nicht als Frage gestellt wird, sondern einfach als Aussage.
Im Riesen-Lebensmittelmarkt habe ich zum ersten Mal die MONSTER Flaschen an „POPS“ entdeckt. Dort wo unser Bier in den Kisten steht, stehen hier in der USA die Flaschen/Dosen/Fässer Pops, also Limonade (Mountain Dew, Dr. Pepper, Pepsi, Cola und das Highlight: Sierra Mist, als ich ihnen erklärt habe, was Mist in Deutschland bedeutet, wurden die Flaschen wieder aus dem Einkaufswagen entfernt.) An der Kasse musste ich ich dann erst mal schmunzeln, als ich den Mann entdeckt habe, der all unsere bezahlten Einkaufsgüter in Plastiktüten eingepackt hat, sowas gibts bei uns nunmal nicht. Toller Job. Achso, und das, was die hier „Fresh Bakery“, zu Deutsch: Frische Backwaren, nennen, ist so ungefähr das, was niemand in Deutschland essen mag: abgepackte, mit Hefe vollgestopfte Backwaren und viel zu süße Torten (mit Peanutbutter, die zum Kotzen schmeckt).
Heute war ich bei Leah, die mit Karen zusammen in Deutschland war und ich sie somit schon kenne. Mit ihr und 4 Freundinnen von ihr, habe ich zum ersten Mal, den ansäßigen Foot- und Baseballpark besichtigt. Dort werde ich ebenso Fußballtraining haben. Es ist unglaublich, über wie viel die amerikanischen Teenager so reden können. Es ist nie ruhig. Die Slangwörter sind für mich noch ziemlich schwer zu verstehen und sie benutzen sie hier so oft es geht. Aber „I’m getting used to that“. Weil Leah manchmal ziemlich gemein zu anderen Menschen sein kann (Was ich total witzig finde, und deshalb auch gerne mit ihr etwas unternehme), sind wir heute bei ALEXANDER vorbeigegangen und haben geklingelt. Leahs Freundinnen erzählten mir während wir auf ihn warteten, das er total krank und ein absoluter Star-Wars Freak sei. Das bestätigte sich, als er zum ersten Mal Chewbacca nachmachte, worauf hin ich einen Lachkrampf bekam und wir Chewbacca alleine ließen. Soviel dazu.
Das tollste Event heute: Ich habe meine erste Schlange gesehen. (An die, die nicht wissen, dass es in Ohio sogar giftige Schlangen gibt: es gibt sie!) Fotos sind online.
Morgen gehts zum Cedar Point, einem Freizeitpark, bei 34°C. Gonna be a blast.
Bye,bye
Elena